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Pressekonferenz 30. Jänner 2009 Pressekonferenz 30.Jänner 2009

Pressekonferenz: Mythos Frühpension

Kein politisches Kleingeld auf den Rücken von kranken Menschen

Das Pensionssystem im Wiener Gemeindedienst war in den vergangenen Wochen Gegenstand heftiger Kritik. Hauptzielpunkte: Die Zahl der Frühpensionierungen und die jüngste Dienstrechtsnovelle.

Im Verlauf der Diskussion wurde und wird mit falschen Zahlen und unzutreffenden Vergleichen der Eindruck erweckt, die Zahl der Frühpensionierungen sei im Gemeindedienst der Bundeshauptstadt unnatürlich und überraschend hoch. Das ist jedoch in keiner Weise der Fall.    

>>> Pressekonferenz 30. Jänner 2009 - Video Teil 1 

    

>>> Pressekonferenz 30. Jänner 2009 - Video Teil 2

Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) stellt klar: "In Wien wird eine hohe Zahl besonders belastender Aufgaben, die in vielen anderen Bundesländern privaten Unternehmen übertragen sind, von Gemeindebediensteten erfüllt. Dass daraus eine höhere Zahl von krankheitsbedingten Frühpensionierungen resultiert, ist nicht überraschend und bei Kenntnis der Fakten und Hintergründe leicht nachvollziehbar. Die Stadt Wien kommt lediglich ihrer Fürsorgepflicht nach und zeigt soziale Verantwortung, während die privaten Unternehmen Bedienstete, die nicht mehr arbeitsfähig sind, ganz einfach in die Arbeitslosigkeit abschieben." Ganz klar geht diese Tatsache unter anderem aus dem druckfrischen Sozialbericht des Sozialministeriums hervor.

Jeder krankheitsbedingten Frühpensionierung geht eine entsprechende Diagnose durch einen Amtsarzt voraus. Betroffen sind vor allem ArbeitnehmerInnen, die ihren Beruf in Zeiten ergriffen haben, in denen Prävention und ArbeitnehmerInnenschutz noch weitgehend Fremdworte waren. "Diese Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte zeigen heute ihre Auswirkungen. Im Vergleich mit den Arbeitsbedingungen vor 20 bis 30 Jahre ist ein Quantensprung gelungen", erklärte Meidlinger. In diesem Zusammenhang ist die jüngste Dienstrechtsnovelle ein weiterer wichtiger Schritt dazu, Bedienstete möglichst lange in Beschäftigung zu halten.

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